Durch die flache Modulneigung haben Sie eine erhebliche Ertragsminderung. Ideal sind Aufständerungswinkel zwischen 30 und 35 Grad, da in unseren Breitengraden die Sonne optimal steht und die Module die beste Leistung erzeugen. Zusätzlich verschmutzen die Module nicht so stark am Modulrand, da der nächste Regen die Module vom Staub befreit. (sog. Selbstreinigungseffekt). Weiterer Vorteil ist, dass der Schnee auf den Modulen nicht liegen bleibt, denn auch an sonnigen Wintertagen erzeugen Photovoltaikanlagen noch einen guten Ertrag.
Bei einem Flachdach sollte zunächst ein Abstand zur Attika eingehalten werden, da diese den Randbereich verschattet. Den Reihenabstand der Module ergibt sich aus der zur verfügungstehenden Nettofläche (Gesamtfläche abzgüglich Randabstand zur Attika oder Randbereich), der Modulneigung, der Größe der Module, der Montageart (horizontal oder vertikal), des Anlagenstandortes und der Abweichung der Module aus dem Süden (Azimut). Um den genauen Verschattungsabstand zu berechnen setzen wir spezielle Software ein und können Ihnen gerne eine Anlagenplanung anbieten.
Nein, grundsätzlich ist eine Genehmigung nicht erforderlich, wenn Photo­voltaik Anlagen auf Dächern oder an Fassaden installiert werden. Die PV-Anlage zählt in diesem Fall als "bauliche Anlage", deren Bestimmungen in der jeweiligen Bauordnung des Bundeslandes nachgelesen werden kann. Aufpassen sollten Sie jedoch bei Denkmalgeschützten Gebäuden. In diesem Fall sollten Sie vorher unbedingt die untere Denkmalschutzbehörde Ihres Landkreises befragen.
Ja, verschiedene Kreditinstitute finanzieren Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Dach (Eigentum) bis 50.000,- € ohne Eigenkapitalmittel zu Sonderkonditionen. Die SWK Bank, Umweltbank, GLS Bank, DKB und KfW bieten eine PV Finanzierung als klassisches Zinszahlungsdarlehen an. Bausparkassen finanzieren eine PV Anlage über Sofortbaugeld mit anschließendem Bausparvertrag. Ohne Grundschuld ist eine Photovoltaik Finanzierung nur in begrenztem Rahmen möglich.

Kann ich die Mehrwertsteuer mitfinanzieren?

In der regel wird nur die Nettokreditsumme ohne Mehrwertsteuer finanziert. Über die Umweltbank gibt es die Möglichkeit mit dem Zusatzpaket "Vorfinanzierung Mehrwertsteuer" diese in das Finanzierungspaket zu integrieren. Bei der Finanzierung durch die DKB Bank ist eine Sondertilgung jederzeit einmalig möglich, sofern es sich um die Mehrwertsteuer-Rückerstattung aus der Anschaffung der finanzierten Photovoltaikanlage handelt.
Für den spezifischen Jahresertrag einer PV-Anlage wird die pro Jahr erzeugte Energie (AC / wechselstromseitig) auf die Fläche bzw. die Leistung der Anlage normiert. Der Jahresertrag wird beispielsweise durch die Leistung in kWp dividiert. Auf diese Weise können Anlagen verschiedener Größe miteinander verglichen werden.
Unter „Inbetriebnahme“ im Sinne des EEG versteht man, die erstmalige Inbetriebsetzung der Anlage nach Herstellung ihrer technischen Betriebsbereitschaft ausschließlich mit erneuerbaren Energien oder Grubengas; die technische Betriebsbereitschaft setzt voraus, dass die Anlage fest an dem für den dauerhaften Betrieb vorgesehenen Ort und dauerhaft mit dem für die Erzeugung von Wechselstrom erforderlichen Zubehör installiert wurde; der Austausch des Generators oder sonstiger technischer oder baulicher Teile nach der erstmaligen Inbetriebnahme führt nicht zu einer Änderung des Zeitpunkts der Inbetriebnahme Quelle: EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)
Unter dem Begriff „installierte Leistung“ einer Anlage versteht man die elektrische Wirkleistung, die die Anlage bei bestimmungsgemäßem Betrieb ohne zeitliche Einschränkungen unbeschadet kurzfristiger geringfügiger Abweichungen technisch erbringen kann, Quelle: EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)

Was sind Wohngebäude?

Unter dem Begriff „Wohngebäude“ versteht man jedes Gebäude, das nach seiner Zweckbestimmung überwiegend dem Wohnen dient, einschließlich Wohn-, Alten- und Pflegeheimen sowie ähnlichen Einrichtungen. Quelle: EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)
Alle Photovoltaikanlagen die ab dem 01.07.2014 neu in Betrieb genommen werden müssen durch den Anlagenbetreiber bei der Bundesnetzagentur im Anlagenregister gemeldet werden. Bestandsanlagen müssen nicht gemedlet werden, jedoch bei einer Veränderung der installierten Leistung besteht eine Meldepflicht. Das PV-Meldeprotal finden Sie hier
Die Stromgestehungskosten bei einer Photovoltaikanlage sind die Kosten die man investieren muss um 1 kWh Solarstrom zu erzeugen. Die Stromgestehungskosten stehen im Zusammenhang mit dem spezifischen Ertrag einer Anlage. Eine PV-Anlage auf einem Ost-West-Dach hat zum Beispiel einen geringeren spezifischen Ertrag als die gleiche Anlage auf einem Südach und daher höherere Stromgestehungskosten. PV-Stromgestehungskosten im Einfamilienhaus liegen in 2015 bei ca. 0,10 bis 0,14 €/kWh.
Unter Eigenverbrauch von Solarstrom versteht man den Anteil an Solarstrom der direkt vor ort die Verbraucher im Haus mit Strom versorgen. Daher spricht der Gesetzgeber im Sinne des EEG nicht von Eigenverbrauch sondern von Eigenversorger bzw. von Eigenversorgungsanlagen.
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