Genthin 17.06.2013: Sicherer Umgang mit Photovoltaikanlagen bei Hochwasser

Sicherer Umgang mit Photovoltaikanlagen bei Hochwasser: SMA informiert Informationen für Anlagenbetreiber und Einsatzkräfte

Stellt eine Photovoltaikanlage eine besondere Gefahr dar?
Nein, bei normalem Betrieb geht von Photovoltaikanlagen kein besonderes Gefahrenpotenzial aus. Bei einer Überschwemmung ist aber höchste Vorsicht geboten. Denn hier besteht wie bei allen elektrischen Geräten und Anlagen die Gefahr eines Stromschlags. Überflutete Räume, in denen Wechselrichter oder andere Installationen der Solaranlage noch unter Spannung stehen, dürfen nicht betreten werden. Das gilt auch, wenn das Haus vom öffentlichen Netz getrennt ist, denn die PV-Anlage erzeugt bei Helligkeit weiter elektrische Energie.

Sind/waren Teile der Gleichstrom-Installation (PV-Module, Wechselrichter, Stringverteiler, DC-Stecker und –Leitungen) geflutet oder sind sie durch das Hochwasser beschädigt?
NEIN => Es sind keine besonderen zusätzlichen Aspekte zur übrigen Hausinstallation zu berücksichtigen.
JA => Keine überfluteten Bereiche betreten. Auch leitfähige (Metall-)Teile, wie z.B. Treppengeländer, die aus dem Wasser herausragen, können gefährliche Spannungen verschleppen. Diese dürfen daher nicht berührt werden.

Die Wechselstromseite muss abgeschaltet werden (z.B. Sicherungsautomaten), sofern dies gefahrlos möglich ist. Das sollte auch dann geschehen, wenn im Moment das öffentliche Stromnetz aufgrund der Überflutung abgeschaltet ist. Andernfalls wird die Anlage bei Wiederzuschaltung des Netzes auch wechselstromseitig wieder versorgt. Sofern es gefahrlos möglich ist, sollten Anlagenteile durch zugängliche Gleichstrom-Schalter in der Nähe der PVModule abgeschaltet werden. Gefahrlos bedeutet: Ohne Betreten gefluteter Bereiche oder Bedienen von Schaltern, die geflutet waren.

In schlecht belüfteten Räumen ist prinzipiell eine Knallgasbildung möglich, daher muss hier für ausreichende Belüftung gesorgt werden. Zündquellen sind zu vermeiden (kein Feuer und Einsatz elektrischer Geräte, Einsatz EX-geschützter Geräte). Wechselrichter können durch interne Kurzschlüsse heiß sein. Hier besteht Verbrennungsgefahr.

Was ist nach der Überflutung zu tun?
Die Anlage muss nach einer Überflutung in jedem Fall durch eine Elektrofachkraft mit PV-Erfahrung überprüft und ggf. außer Betrieb genommen werden.

Auch wenn die Anlage augenscheinlich unbeschädigt ist, können nicht sofort ersichtliche Schäden vorliegen, die bei weiterem Betrieb Folgeschäden hervorrufen können. Eine sorgfältige Überprüfung ist erforderlich, um die Schadenshöhe so gering wie möglich zu halten. Wechselrichter, die ganz oder teilweise unter Wasser standen, müssen zwingend ausgetauscht werden. SMA möchte den Anlagenbetreibern helfen, die Verluste aus der entgangenen Einspeisevergütung so gering wie möglich zu halten.

Deshalb bietet SMA Anlagenbetreibern, deren Geräte vom Hochwasser beschädigt wurden, einen schnellen und unkomplizierten Geräteaustausch der Serien Sunny Boy, Sunny Mini Central und Sunny Tripower zu besonderen Konditionen. Hierfür hat SMA besondere Pakete geschnürt. Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht.

Näheres erfahren Sie unter der Service Helpline 0561 9522 3131.

Quelle: SMA Technology AG

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