Vor- und Nachteile bei gebäudeintegrierte Photovoltaik

Solarmodule für die Gebäudeintegration fügen sich harmonisch in Dach oder Fassade.

Als echte Alternative zu Standardmodulen für Aufdachmontage haben sie sich auf Grund der hohen Kosten bisher jedoch nicht durchgesetzt. Ein weiterer Nachteil: Bei vielen Konstruktionen muss man wegen der schlechteren Hinterlüftung mit Mindererträgen rechnen. Besondere Exoten sind Solardachsteine, die sich exakt an handelsübliche Dachpfannen anpassen. Während sie einerseits die Dachhaut ersetzen und ein Montagesystem ersparen, liegen sie andererseits im Preis pro Watt deutlich höher und verursachen mitunter auch Mehraufwand bei der Verkabelung.

Besonders wichtig ist, dass die Solarmodule alle Anforderungen einer Überkopfverglasung erfüllen.

Grundsätzlich können zwei Montagefälle unterschieden werden:

  • Von einer Vertikalverglasung wird gesprochen, wenn Photovoltaikmodule  parallel zur Wand, entweder direkt oder auch in einem gewissen Abstand montiert sind.
  • Eine Überkopfverglasung liegt vor, wenn die Module unter einem gewissen Winkel, sozusagen als „Vordachkonstruktion“ montiert sind und der Bereich unter den Modulen betreten werden kann.

 

Im zugänglichen Bereich sind Vertikal- oder Überkopf-Verglasungen nur dann zulässig, wenn beim
Versagen eines Glasverbund-Bauteiles (z.B. auch eines PV-Modules) über eine gewisse Zeit keine
gefährlichen Glasstücke herunterfallen und Passanten schädigen können.

Normen

  • DIN EN 410, Glas im Bauwesen - Bestimmung der lichttechnischen und strahlungsphysikalischen Kenngrößen von Verglasungen; Ausgabe: 1998-12
  • DIN 1249-10, Flachglas im Bauwesen; Chemische und physikalische Eigenschaften Ausgabe: 1990-08
  • DIN 1249-11, Flachglas im Bauwesen; Glaskanten; Begriff, Kantenformen und Ausführung; Ausgabe: 1986-09
  • DIN 1249-12, Flachglas im Bauwesen, Einscheiben-Sicherheitsglas; Ausgabe 1990-02
  • DIN 1259-1, Glas - Teil 1: Begriffe für Glasarten und Glasgruppen; Ausgabe: 2001-09
  • DIN 1259-2, Glas - Teil 2: Begriffe für Glaserzeugnisse; Ausgabe: 2001-09
  • DIN EN 14449, Glas im Bauwesen
  • Verbundglas und Verbund-Sicherheitsglas: Konformitätsbewertung/ Produktnorm, Deutsche Fassung
  • EN 14449: 2005; Europäische Norm Ausgabe Juli 2005
  • DIN 52337, Prüfverfahren für Flachglas im Bauwesen; Pendelschlagversuche Ausgabe: 1985-09
  • DIN 52338, Prüfverfahren für Flachglas im Bauwesen; Kugelfallversuch für Verbundglas Ausgabe: 1985-09
  • DIN 52349, Bruchstruktur von Glas für bauliche Anlagen; Ausgabe 1977
  • DIN EN ISO Verbund-Sicherheitsglas (VSG) Folieneigenschaften (Reißfestigkeit und Bruchdehnung) Richtlinien und Verordnungen
  • Entwurf der Technischen Regeln für die Bemessung und Ausführung punktförmig gelagerter Verglasungen eTRPV
  • DIBt TRAV: Technische Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen
  • GUV 56.3 Mehr Sicherheit bei Glasbruch

 

Nicht ganz so elegant, aber dafür weitaus günstiger ist in aller Regel die Integration von Standardmodulen mittels geeigneter Montagesysteme.

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