Welchen Ertrag bringt eine Photovoltaikanlage im Jahr?

Solarmodule sollten idealerweise immer geneigt montiert werden. Auf einem flachgeneigten Dächern und Flachdächern werden die Module leicht durch das Montagesystem aufgeständert. Die höchsten Erträge erzielt man in unseren Breitengraden bei ungefähr 35 Grad Dachneigung und auf einem Süddach. Auch mit einer Abweichung von Südost zu Südwest und bei der Neigung von ± 20 Grad erreichen die Anlagen mehr als 90 Prozent ihrer Leistung.

Die Ost-West-Belegung eines Daches hat den Vorteil das Solarstrom früher und länger erzeugt wird. Dafür ist der Ertrag in den Mittagsstunden etwas geringer. Für Betreiber trotzdem ideal für den Eigenverbrauch, wenn tagsüber wenig Strom benötigt wird und dafür am frühen Morgen oder in den späteren Stunden des tages noch Solarstrom genutz werden kann. Auch für den Betrieb mit einem PV-Speicher sind Ost-West-Dächer sehr gut geeignet.

Der Stand der Sonne "wandert" mit den Jahreszeiten und das Sonnenlicht fällt in verschiedenen Winkeln ein. Photovoltaikanlagen sollten möglichst zu keiner Tages- oder Jahreszeit "verschattet" sein. Auch eine zeitweise "Verschattung" - auch nur von Teilflächen - kann zu Ertragseinbußen von 5 bis 10 Prozent im Jahr führen. Mögliche Ursachen des Schattens sind Bäume, Kamine, Satellitenschüsseln und Nachbargebäude.

Verschattung oder Teilverschattung lässt sich aber häufig kaum vermeiden. Durch technische Systeme wie z.B. Leistungsoptimierer lassen sich Ertragsteigerungen von bis 25% im Vergleich zu Systemen mit "normalen" Stringwechselrichtern erzielen.

Der Vorteil von Ertragsprognosen bei Photovoltaikanlagen ist es, dass man historische Wetterdaten der letzten 25 Jahre für jeden einzelnen Standort verwenden kann um den voraussichtlichen Jahresertrag zu ermitteln. Bei Windkraftanlagen müssen dafür für jeden Standort aufwändige und teuere Windmessungen über einen Zeitraum von mindestens 3-6 Monaten vorgenommen werden.

Die Ertragsprognose berücksichtigt auch die Moduleigenschaften (Spannung, Strom, Zelltyp, Temperaturkoeffizient, etc.), Modulneigung und -ausrichtung, Standort der Anlage, Wechselrichterauslegung, Verluste durch Verschmutzung, Degradation, Spannungsverluste der Leitungslängen, Verschattung durch Gauben, Bäume u.v.m. 

Je nach Modell der Berechnung bekommt an einen relativ genauen Jahresertrag. Nicht berechenbar ist das zukünftige Wetter. Aber durch die vielen tausend Photovoltaikanlagen die in den letzten Jahren in Deutschland installiert worden sind, kann man erkennen, das die Anlagen mehr Ertrag als prognostiziert worden ist erreichen. Dazu gibt es viele Portale auf denen Solaranlagenbetreiber Ihre tatsächlichen Erträge veröffentlichen und mit anderen vergleichen. 

Sollte der Jahresertrag weit unter den Erwartungen liegen, liegt das sehr häufig an falscher Planung, mangelhafter Installation oder defekte Komponenten (Mikrorisse in den Zellen, Kabelbruch durch Marderbiss, Wasser in Steckkontakten, falscher Wechselrichter u.v.m.)

Vergleicht man zwei identische Anlagen kann man sagen, dass diese in Norddeutschland bei Südausrichtung und 30 Grad geneigter Fläche einen Jahreswert von etwa 900 kWh/kWp und in Süddeutschland von ungefähr 1100 kWh/kWp erreichen wird.

Eine genaue Ertragsprognose erstellen wir Ihnen gerne.

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