Ist mein Dach für Photovoltaik geeignet?
- Dachausrichtung und Neigung: Ideal sind Dächer, die nach Süden ausgerichtet sind, um die maximale Sonneneinstrahlung zu erhalten. Ost- oder Westausrichtungen sind ebenfalls möglich, können aber zu einer leicht verringerten Effizienz führen. Die optimale Dachneigung liegt in der Regel zwischen 30 und 35 Grad, aber PV-Anlagen können auch bei Neigungen von 15 bis 50 Grad effizient arbeiten.
- Schattenfreiheit: Es ist wichtig, dass das Dach größtenteils frei von Schatten ist, besonders während der Hauptsonnenstunden (etwa zwischen 10 und 16 Uhr). Bäume, benachbarte Gebäude oder andere Strukturen können Schatten werfen und die Effizienz der PV-Anlage verringern.
- Dachfläche: Die verfügbare Dachfläche bestimmt, wie viele PV-Module installiert werden können. Eine größere Fläche ermöglicht eine größere Anlage, die mehr Strom produzieren kann.
- Dachzustand und -material: Das Dach sollte in gutem Zustand sein und idealerweise eine Lebensdauer haben, die der der PV-Anlage entspricht (mindestens 20-30 Jahre). Die meisten Dachmaterialien eignen sich für die Installation von PV-Modulen, aber einige Materialien (wie Schiefer oder Ziegel) erfordern spezielle Montagesysteme.
- Statik und Tragfähigkeit: Das Dach muss in der Lage sein, das zusätzliche Gewicht der PV-Anlage zu tragen. Ein Statiker kann beurteilen, ob Verstärkungen notwendig sind.
- Lokale Vorschriften und Genehmigungen: Überprüfen Sie lokale Bauvorschriften und ob Sie Genehmigungen für die Installation einer PV-Anlage benötigen. Manche Regionen haben spezifische Vorschriften bezüglich der Ästhetik oder des Denkmalschutzes.
- Wirtschaftlichkeit: Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage hängt von den lokalen Strompreisen, möglichen Förderungen, den Kosten der Anlage und der Sonneneinstrahlung ab. Ein Solarrechner oder eine fachkundige Beratung kann hierbei helfen, die Rentabilität zu ermitteln.
Gerne erstellen wir für Sie eine Planung Ihrer Photovoltaikanlage
Nach einer Anlagenplanung von uns bekommen Sie ausführliche Angaben über Befestigungspunkte, das Gesamtgewicht der Anlage und wirkende Kräfte. Falls sie sich unsicher mit der Statik ihres Gebäudes sind können sie mit diesen Informationen zu jedem Statik Büro gehen und ihr Dach oder Gebäude einschätzen lassen. Für nahezu jede Bauform und Oberfläche eines Daches lassen sich passende Montagesysteme finden. Mögliche Bauformen sind z.B. Pultdächer, Satteldächer oder Flachdächer.
Die Oberfläche des Daches kann von Beton über Bleche bis hin zu Dachziegeln variieren. Eine weitere große Rolle bei dem Wirkungsgrad einer Anlage spielt die Verschattung. Objekte wie Gauben, Schornsteine oder nahestehende Bäume können bei bestimmten Sonnenständen für eine Verschattung der Anlage sorgen. Das bedeutet aber nicht das aus der Anlage. Es sind genauere Betrachtungen zum Verlauf des Schattens möglich, um dann die Module um den Schattenwurf des Objektes herum zu legen. Sollte dies nicht möglich sein, könnten Technische Erweiterungen wie Modulwechselrichter oder Leistungsoptimierer eine bessere Anlagenperformance bringen.
Als letzten wichtigen Punkt ist zu klären ob das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Behörden können dann den Bau der Photovoltaikanlage verbieten. Aus Erfahrung lässt sich sagen, dass schwarze Module mit schwarzen Rahmen eher genehmigt werden als die Standard Module mit bläulicher Farbe und silbernem rahmen.
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